Archäologisch-geologische Wanderung mit guter Besucherresonanz

Mehr als 30 Wanderer nahmen kürzlich an einer archäologisch-geologischen Wanderung teil, die der Förderverein „Eisenzeitlich-keltische Geschichte in der Rhön e.V.“ und der „Rhönklubzweigverein Vacha e.V.“ organisiert hatten.

In diesem Jahr führte die Fachwanderung in die Gemarkungen Mosa sowie in die Gemarkungen Buttlar und Bermbach. Seit 2013 finden diese Wanderungen statt, die besondere archäologische und geologische Aspekte in der Region beleuchten. Als kompetente Wanderführer fungierten Olaf Ditzel aus Vacha und Frank Gümpel aus Neidhartshausen. Start war das Feuerwehrgerätehaus in Mosa. Dort begrüßten der Vereinsvorsitzende des Keltenvereins sowie der Vorsitzende des Rhönklubs die Wanderfreunde. Zugleich gab es wissenswerte Informationen zu den Hofgemeinden und zu bemerkenswerten geschichtlichen Ereignissen in den Hofweilern. Die Mellendorfer Höhe mit Sichtkontakt zum Kalischacht II war die erste Station der Wanderung. Durch die Wanderführer wurde auf die geologische Situation in den Ortsbereichen und auf die Geschichte des Kalibergbaus im Werrarevier eingegangen. Nähere Informationen gab es auch zu den Schachttäufungen in Buttlar und dem Schacht II und die aktuelle Situation des Bergbaus.
Die Wanderung ging weiter bis zur Gemarkung Buttlar. Hier wurden die Spuren der ehemaligen Siedlung Mellendorf verfolgt, die sich geschichtlich bis in das 13. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. Anhand von alten Karten wurde versucht, die Siedlungsspuren genauer zu lokalisieren. Dies gelang vor Ort mit relativ guter Präzision. Für das Gebiet der ehemaligen Siedlung Mellendorf lassen sich auch heute noch bergbaulichen Spuren nachweisen. Es wurde vor über 300 Jahren als Abbaugebiet von Gips genutzt. Vermutet wird, dass die Besiedlung auch mit den bergbaulichen Aktivitäten zusammenhängt. Die in dem Forstrevier sichtbaren natürlichen aber auch künstlich entstandenen Abbaubereiche, die sogenannten Bingen, lassen den Abbau von Gipsen eindeutig nachweisen.
Als weiterer Exkursionspunkt stand der Besuch der Kapelle St. Michael auf dem Programm. Ditzel gab hierzu geschichtliche Einblicke in die Entstehung und Bedeutung der weithin sichtbaren Kapelle auf dem Michaelsberg bei Buttlar.
Der weitere Weg führte über die Sängerwiese Bermbach zurück nach Mosa. Hier gab es am Gelände des Feuerwehrgerätehauses Mosa die Möglichkeit zur Stärkung der Wanderfreunde und zum Gedankenaustausch zu der durchgeführten Exkursion. Allen die mitgeholfen haben, die Wanderung vorzubereiten und durchzuführen sei der herzliche Dank ausgesprochen. Besonderer Dank gilt den beiden Wanderführern.

Foto: An der Wüstung Mellendorf

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